Oldenburg - Bodendenkmal- Drucken E-Mail

Laer - Reste einer frühmittelalterlichen Wehranlage mit 3 Wallringen aus dem 9. Jahrhundert.

Wenn man das Waldgelände vom Borgweg aus betritt, so befindet man sich unmittelbar dem Haupttor der Oldenburg gegenüber, die man als Fliehburg charakterisieren kann.

 

Holskenmuseum

Innerhalb des vom Hauptring umwallten Raumes befindet sich ein Rundring, auch Rondeelken genannt, mit einem Durchmesser von 90 m. Hier wurden die 2,50 m breiten Fundamente eines Steinturmes mit einer lichten Weite von 20 x 25 m freigelegt. Aufgrund der Fundamentbreite und der Vergleiche mit ähnlichen Anlagen ist anzunehmen, dass der Turm eine Höhe von 10 x 12 m hatte. Der geschichtliche Hintergrund der Oldenburg liegt fast ganz im Dunkeln. Bis heute konnte nicht festgestellt werden, wer die Wallburg baute. Um so wichtiger sind deshalb die Lesefunde, die man auf der jenseitigen Terrasse des Hagenbaches gemacht hat. Zahlreiche Keramikscherben lassen auf eine größere Siedlung, errichtet etwa ab 800 n. Chr., schließen. Hier mögen die Menschen gewohnt haben, die sich, vielleicht im frühen 10. Jahrhundert, zu ihrem Schutz die Oldenburg geschaffen haben. Man nimmt an, dass vor dem Bau des Steinturmes ein hölzerner Turm auf dem Rondeelken gestanden hat. Zerstört und aufgegeben wurde die Wallburg um die Mitte des 12. Jahrhunderts, wie aus den Funden zu entnehmen ist.